Der Blog für Recruiter und Talente

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Neues Recruiting

Recruiting Success Strategien für die neue Autonomie der Heart Worker

Wer wertvolle Ressourcen kontrolliert, besitzt Macht. Sie wächst mit jedem wichtigen Interessenten.
Und mit den fehlenden Alternativen. In Zukunft werden die Arbeitnehmer ihre Ressourcen, ihre Arbeitsleistung besser kontrollieren, Abhängigkeiten reduzieren, Macht vergrößern.
Neue Gleichgewichte suchen neue Recruiting Success Strategien.

Der demografische Wandel schafft neue Machtverhältnisse. Unter einer Vielzahl von interessierten Unternehmen suchen sich die geburtenschwachen und hochqualifizierten Millennials in den nächsten zehn Jahren ihren Wunscharbeitgeber genau aus. Heute gekündigt, morgen um zehn neue und bessere Jobangebote
reicher. Jetzt auf dem verlassenen Arbeitsmarkt einen neuen Mitarbeiter finden – das wird teuer. Millionen unbesetzbare Jobs. Und? Wie sieht Ihre Employee Value Proposition für Ihr Recruiting aus? Sie haben keine?

Was die »Creative Class« von Ihnen erwartet

Ist die Arbeit anspruchsvoll, eine persönliche Herausforderung für mich und meine Talente? Fördert sie meinen individuellen Karrierepfad?
Künftige Bewerber erwarten eine individuelle Entwicklung und Förderung. Es werden immer mehr jüngere
und ältere Mitarbeiter aufeinandertreffen, die Erwerbsbiografien und Bildungswege werden vielgestaltiger. Dahinter stecken unterschiedliche Erfahrungen und Lebenslagen. Es braucht neue Wege der Motivation, der Integration von Lebensläufen, der Kreation eines sinnvollen Betätigungsfeldes, kurz: Des Talentmanagements – genau auf den Mitarbeiter zugeschnitten.

Ist meine Arbeit sinnhaft? Legt mein Unternehmen Wert auf starkes gesellschaftliches Engagement?
Die Generation Y hinterfragt und wählt ihren Arbeitgeber besonders kritisch. Die gesellschaftlichen und
sozialen Aktivitäten werden immer wichtiger, schließlich wollen sich Mitarbeiter künftig stark für die Firma und ihre Idee einsetzen, hohe Leistung bringen. 50 Prozent der befragten Geschäftsführer und HR-Leiter schätzen gesellschaftliches Engagement als sehr wichtig ein – im Vorjahr waren es noch 26 Prozent. »Weiche Faktoren wie die Unternehmenskultur nehmen eine immer größere Rolle ein. Mitarbeiter und Bewerber erwarten von Firmen, dass sie sich für Themen einsetzen und diese mitgestalten. Dabei reicht es nicht aus, solche Inhalte zu artikulieren, sondern Corporate-Responsibility-Projekte voranzutreiben und Erfolge vorweisen zu können«, so erklärt es Dr. Udo Bohdal-Spiegelhoff, Partner HR Advisory Services bei Deloitte, eine der Big Four-Gesellschaften in der Prüfungs- und Beratungsbranche. Wenn Sie soziales Engagement zeigen und gleichzeitig ihre potentiellen Mitarbeiter über die sozialen Netzwerke erreichen wollen, gibt es hierfür die Plattform »Recruiting Success«. Denn es ist davon auszugehen, dass herkömmliches Recruiting, welches in sozialen Netzwerken nicht gezielt auf Bewerber zugeht, nicht oder nur schwer funktionieren wird. »Wenn Sie weiterhin ihre Stellenprofile auf ein Suchprofil schreiben und dieses dann an ein ›schwarzes Brett‹ hängen, egal ob in der Zeitung oder im Internet, dann bekommen Sie im Jahr 2025 exakt keine einzige Bewerbung mehr«, so Sven Gábor Jánszky, Deutschlands führender Zukunftsforscher. In »2025 – So arbeiten wir in der Zukunft« beschreibt er das Recruiting Dilemma der nächsten zehn Jahre.

Arbeite ich mit exzellenten Partnern zusammen, von denen ich lernen kann, die mich inspirieren? Ist das Team stark gemischt?
Die Zukunft der Unternehmensstruktur liegt dezentral in einer Vielzahl von kleinen Netzen, schließlich verbunden in einem großen Netzwerk. So werden Unternehmen zum einen größer, weil viele Teilbereiche und
Teams zusammenrücken. Auf der anderen Seite wird Arbeit dezentral in kleinen Teams oder Projekten organisiert. Teamarbeit wird wichtiger, flache Hierarchien, Moderation statt Weisung, Identitätsstiftung und umfassendes Denken an Stelle eines Denkens in einzelnen Aufgaben. Deshalb sind dem Mitarbeiter sein Team und dessen Kompetenzen wichtig.

Wie flexibel, wie autonom kann ich arbeiten? Kann ich mir die Arbeit so einteilen, wie ich will, zu den Zeiten, in denen ich kreativ bin?
Digitalisierung bedeutet für viele Millennials Autonomie. Sie sind hochvernetzt, räumlich und zeitlich flexibel, das wollen sie auch genutzt wissen. Die Grenzen zwischen Job und Freizeit werden ihre Klarheit verlieren, die Arbeitsorganisation orientiert sich zunehmend an den individuellen Lebenskontexten, also daran, wann die »Cloudworker« gerade am stärksten und kreativsten sind.

Was Sie im Recruiting tun können

Denken Sie einmal darüber nach, was die Arbeitswelt Ihres Unternehmens aus Sicht des potentiellen Mitarbeiters ausmacht.

Was ist Ihre Unternehmensvision, Ihre Unternehmensmission, was sind Ihre Werte?
Wie sind Ihre Arbeitsplätze gestaltet?
Was haben Sie für Entwicklungs- und Vergütungsprogramme?
Gesundheitsprogramme?
Karrieremöglichkeiten?
Was erwarten Sie als Gegenleistung?

Gehen Sie auf Ihre Bewerber zu, erstellen Sie beispielsweise eine Mitarbeiter-Webpage, betreiben Sie Social Recruiting und Employer-Branding.

Nicht alle Unternehmen können sich lebenslang um ihre wertvollen Mitarbeiter kümmern, um diese zu binden. Diese Unternehmen können fluide Organisationsformen bilden. Sie haben keine festen Grenzen, keine eindeutigen Mitarbeiterzugehörigkeiten, sie bauen auf das Zusammenwirken von Projektarbeitern. Sie sind hochgradig flexible Gebilde, welche auf Veränderungen des Marktes schnell reagieren können. Im besten Fall und bei spannenden Projekten und gutem Teambuilding führen sie die kreativsten kosmopolitischen Köpfe zusammen.

Andere Unternehmen werden zu »Caring Companies«, gestalten ein ›Corporate Life‹, hegen und pflegen ihre Mitarbeiter ganzheitlich und bis ins hohe Alter. Wie eine Nanny kümmern sie sich um Gesundheit, Weiterbildung, Wohnen, Familienplanung und Freizeitgestaltung. Sie bauen eine intensive Bindung zu ihren Mitarbeitern auf, um Personalknappheit zu vermeiden. Die Lebensbereiche verschwimmen.

Und? Wie sieht nun ihre Recruiting Success Strategie aus? Verraten Sie es uns in einem Kommentar!

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