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Werte

Werte: Warum kündigen wir? Was sind unsere Werte wert?

Weil das Gefühl, einen Wert aufgeben zu müssen, tragisch ist. Werte sind Präferenzen, die festlegen, wie ich über meine Arbeit denke. Diese Denkweise bringt mich dazu, Bewertungsmuster zu entwickeln, nach denen ich urteile – „Werte als Diktat“. Es ist wichtig danach zu fragen, woher meine Werte kommen.

Woher kommen:

»Unabhängigkeit, Geld, Selbstverwirklichung, Harmonie, Ruhm, Anerkennung, Sinn, Wahrheit, Familie, Ästhetik, Qualität, Ehrlichkeit, Abenteuer, Ordnung, Verantwortung, Loyalität, Treue, Genauigkeit, Begeisterung, Disziplin, Fürsorge, Erfolg, Wissen, Liebe, Kreativität, Sicherheit, Glaube, Geborgenheit, Spontanität, Macht, Gerechtigkeit, Abwechslung, Spaß, Freundschaft, Toleranz, Genuss, Würde, Vertrauen, Leistung, Herausforderung, Selbstbestimmung?«

Wir fragen vielleicht danach, was bspw. Erfolg und Leistung ausmachen, um diese Werte ganz nach oben zu stellen und nach ihnen zu streben. Werte werden zur Richtlinie, bestimmen, wie wir die Welt um uns herum verstehen und sind Prämisse bei allem, was wir tun.

Was tun wir da?

Woher kommt eigentlich das Bedürfnis, an Erfolg und Leistung zu glauben? Unsere Werte konditionieren uns, geben uns eine Orientierung, die wir nicht mehr hinterfragen, seien sie noch so paradox. Wir haben es nötig, an unsere Werte zu glauben, um zu gedeihen, niemand soll an diesen Grundfesten rütteln, weil wir uns an sie halten – sie geben uns Kraft, motivieren uns.
Aber eigentlich sind sie ein Zeichen der Schwäche, ein Verlangen nach Halt und Stütze. Es fehlt uns an Willensfreiheit, an Selbstbestimmung. Wir sollten uns nicht an Gewissheiten festhalten, sondern auf den leichten Seilen der Möglichkeiten tanzen.

Unsere Werte sind nichts wert. Motive, die uns kulturell und gesellschaftlich anerzogen wurden. Die bestimmen, wie wir zu denken haben.

Freigeister brauchen keine Werte, sondern Erfahrungen. Sie können ein Urteil, das sie heute fällen, morgen schon wieder revidieren. Weil sie sich entwickeln und verändern können mit allem, was ihnen begegnet. Wir sollten unsere eigenen Werte mehr aus den Ketten von Ereignissen bestimmen, die wir selbst herbeigeführt haben. Sobald wir handeln, schaffen wir unsere eigenen Ereignisse, bestimmen unsere eigenen Werte. Die Ereignisse, die wir selbst geschaffen haben, in denen wir bewusst handeln, müssen zu uns passen – das ist ihr Wert. Wir handeln immer mit dem, was in uns ist.

Wir sollten uns also immer fragen: Sind wir unglücklich, weil absolute äußere Werte nicht mit unserem Tun übereinstimmen, oder weil wir durch andere handeln?

Wenn Sie kündigen wollen, tun sie es nicht, weil irgendjemand Ihnen sagt, dass Ihr Tun nicht dem entspricht, was man bspw. allgemein unter „Erfolg“ versteht. Auch nicht, wenn Sie Ihre Arbeit selbst aufgrund dieser Tuns-fremden Vorstellungen verurteilen. Sind Sie authentisch und selbsttätig, entwickeln Sie Ihre Persönlichkeit? Empfinden Sie es als eine innere Bereicherung, wenn Sie etwas tun? Letztendlich liegt es immer am Tun.

Wenn Sie durch das Diktat der Werte falsch über Ihr Tun denken – denken Sie nochmal darüber nach, woher diese Gedanken kommen.

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